Archiv für Mai 2008

Rödelheimer Insel fällt kampflos an den Mossad

Am vergangenen Montag durfte ich Zeuge einer denkwürdigen Veranstaltung werden. Die Gruppe „Schurken ohne Staat / S.O.S.“ (a.k.a. „Zusammen e.V.“, „Stadtteilprojekt Rödelheim“ oder „kritischebildung“) lud angesichts untragbar gewordener „Frankfurter Zustände“, in denen eine Allianz aus Mossad, sinistra!, diversen Antifagruppen, IvI und assozierten „Antideutschenverstehern“ den Ton angebe, alle „Gruppen und Individuen, die sich von antideutscher Ideologie distanzieren“ in die Rödelheimer Raumstation zu einer „offenen Diskussion“ über den Umgang mit „den Antideutschen“. Die aus ehemaligen Kadern der scientologisch-trotzkistischen Sekte „Linkswende“, den Ex-redakteur_innen der Zeitschrift „Novo“ – Philipp K. und Aitak W. –, verwirrten Einzelpersonen und einem ehemaligen (?) Polizeibeamten bestehende Frankfurter Gruppe ist bereits in der Vergangenheit durch tätliche Angriffe im Rahmen einer Hisbollah-Soli-Kundgebung und krude antiimperialistische Dummheiten aufgefallen. Kritisiert wurden sie dafür unter anderem von der Gruppe sinistra! im Text „Wohlig eingerichtet in der Welt des Dualismus“. Zuletzt fielen sie durch den (gescheiterten) Versuch auf, eine Antifa-Gruppe aufgrund des Tragens proisraelischer Buttons einzelner aus besagter Raumstation zu werfen. Das erhoffte Antiimp-Revival blieb indes an jenem Abend vorerst aus. Neben einem knappen Dutzend ewiggestriger Antiimps erschienen zur Diskussion über „die Antideutschen“ fast ausschließlich Leute, die den Positionen der Veranstalter_innen kritisch gegenüberstehen. Angesichts des nicht genehmen Publikums wurde kurzerhand erklärt, es handele sich bei der Zusammenkunft in Rödelheim überhaupt nicht um eine Diskussionsveranstaltung, sondern bloß um ein Vorbereitungstreffen für eine ebensolche und die Einladungsmail sei ein Missverständnis gewesen. Die vor der Tür wartetenden etwa fünfzig Antifaschist_innen mochten sich mit derlei Ausflüchten aber nicht zufrieden geben, wollten nicht einfach wieder gehen und mussten schließlich vorgelassen werden. Nicht jedoch ohne von der Chefin der Gruppe unaufhörlich angepöbelt zu werden. Ohne Unterlass wurden einzelne Personen als „Antideutsche“, „Rassisten“ und „Faschisten“ etikettiert, wahllos mit Merkel, Gysi, Stoiber oder Fischer verglichen und andere Schwachsinnigkeiten in den Raum gestellt. Provozieren ließ sich jedoch niemand und es wurde entspannt auf den Beginn der Diskussion gewartet. Irgendwann hieß es dann, dass wenigstens auf Grundlage des vorliegenden Papiers der Gruppe – den „Sieben Thesen zu der antideutschen Strömung“ – diskutiert werden solle; eine „kontroverse Diskussion“ sei allerdings an diesem Abend nicht erwünscht, „konstruktive Fragen“ dürften aber gerne gestellt werden, allerdings auch wiederum nur von denjenigen, die die Thesen im wesentlichen teilten, alle anderen sollten besser verschwinden und nach Hause gehen.
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